Ausflug des Besuchsdienstkreises

Am 29. Juni ist der Besuchsdienstkreis "ausgeflogen" (aber mit Bus und vorwiegend auf kleinen Straßen durch die Natur). Das Wetter war gut, die Laune war gut, die Ziele interessant.

Zunächst wurde uns ein altes Handwerk präsentiert. In Windelsbach (nördlich von Rothenburg ob der Tauber) besichtigen wir Kost-Kamm, eine der drei letzten Kammmachereien in Deutschland. Dort werden mit Liebe und hauptsächlich in Handarbeit Holzkämme aller Art hergestellt.

Ein ehemals markgräflich-ansbachisches Schloß markiert die Grenzansprüche gegenüber der Landhege der ehemals mächtigen Reichsstadt Rothenburg.

Dann fuhren wir ins Industriegebiet, aber in ein unerwartet ruhiges und asiatisch anmutendes Gelände. Im „Lotosgarten" war schon der Nachmittagskaffee gerichtet: Genügend Zeit zum Schwätzchen oder zum Ausruhen in frischer Luft.

Weiter über Gammesfeld ins kleine, einsam gelegene hübsche Amlishagen. Leider waren Schloß und Burg mit einer bedeutenden Schildmauer aus dem 13. Jahrhundert nicht von innen zu besichtigen. Dafür aber die 1763 durch die ortsansässige Adelsfamilie von Holtz neu errichtete evang. Katharinenkirche. Der Vorgängerbau war durch Blitzschlag zerstört worden. Pfarrer Bobzin erklärte uns vieles. Auch im Innern (2013 renoviert) war alles frisch und wirkte froh; vor allem die "Markgräfler Wand": Altar, mit Taufbecken, Kanzel und hoch oben die Orgel übereinander.

Zum Abendessen kehrten wir in der Brauereigaststätte Riedbach ein. Essen gut, Bedienung freundlich. Alle zufrieden.

Zwei Anmerkungen zum Foto: 1. Die beiden Köpfe links oben sind nicht absichtlich "ausgegraut". 2. Der Eindruck, dass der Besuchsdienstkreis genügend Mittäter/innen habe, täuscht. Denn es sind auch Gäste auf dem Bild. Gern dürfen neue Interessierte dazukommen.

Gerd Gramlich

 

 

 

Ausflug nach Würzburg und Veitshöchheim

                       (zum Vergrößern anklicken)

 

Mittwoch 26. Juni, pünktlich 13 Uhr konnte der Bus starten. Die 30 Teilnehmer (einschließlich einiger Gäste) waren „an Bord“. Die B 19 ist den meisten bekannt, man fährt durch die Orte zur Autobahnauffahrt oder nach Würzburg. Während der Fahrt gab es schonmal was zu entscheiden: jeder sollte das Gericht für’s Abendessen auswähren. Dazu auch was für den Geist: eine schriftliche Zusammenstellung der 25 Würzburger Bischöfe von 1455 bis 1808. Das half ein wenig zum Einordnen, schließlich hatten wir auf früheren Ausflügen schon die Schlösser in Rimpar und Werneck kennengelernt und waren nun im Begriff die Glanzpunkte bischöflicher Bautätigkeit intensiver zu betrachten: Also die Residenz: 1720 begonnen, war 1744 der „Rohbau“ fertiggestellt. Auftraggeber war Johann Philipp Franz v. Schönborn, der schon 1724 plötzlich auf dem Weg von Mergentheim nach Würzburg hinter Löffelstelzen starb. Dort steht ein Gedenkstein.

  

Wir bekamen mit Führung die Innenräume zu sehen, nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg allmählich hervorragend und prächtig restauriert. Stichworte: Treppenhaus, Gartensaal, Kaisersaal, südliche Kaiserzimmer, Spiegelkabinett; anschließend die Hofkapelle.

 

Der Bus brachte uns zur Schiffsanlegestelle. Geruhsame Fahrt mainabwärts von Würzburg bis Veitshöchheim und das mit Kaffee und Kuchen.

 

Der Ort zeigt sich an der Uferpromenade besonders schön. Wir hatten Zeit, es gab einige Erklärungen zum (Sommer-) Schloss, das schon 1680 begonnen wurde, und vor allem zum Garten im Rokkokostil. Dann konnte jeder in Ruhe und „soweit die Füsse trugen“ besuchen und besehen, was er wollte (vom Gemüsegarten über Irrgarten zum Parnass im Großen See, einschließlich aller Skulpturen.)

 

Busfahrt von Veitshöchheim durch Würzburg nach Giebelstadt. Im Gasthaus Lutz klappte alles vorzüglich und schmeckte auch so.

 

Anschließend einige Erklärungen zu Giebelstadt und Herchsheim. Die Orte waren Besitz der Geyer v. Giebelstadt (Florian Geyer) und der Zobel v. Giebelstadt. Giebelstadt hat drei Schlösser, das Geyersche ist nur noch Ruine und Kulisse der Festspiele. Das Friesenhäuser Schloss (benannt nach einer Nebenlinie der Zobel, innen und aussen bestens renoviert) dient als Sitz der Verwaltungsgemeinschaft. Die evangelische Kirche ist die ältere.

 

Zwischen Giebelstadt und Ingolstadt (dem kleinen!) fand am 4. Juni 1525 die letzte große Schlacht des Bauernkriegs in unserer Gegend statt, nachdem das Bauernheer vor der Feste Marienburg, die den Bischöfen übrigens bis 1701 als Wohnsitz genügt hatte, abziehen musste.

 

Wir konnten unbeschwert von einem schönen Ausflug bei gutem Wetter nach Mergentheim heimfahren (Ankunft 21 Uhr, planmäßig).

  

Gerd Gramlich 

In eigener Sache

 

Der Schein trügt denn nicht alle Teilnehmer auf dem Foto gehören dem Besuchsdienstkreis Bad Mergentheim an. Es sind auch Neunkirchener und Edelfinger Besuchsdienstler dabei.

 

Wir Mergentheimer können Verstärkung brauchen. Es macht Freude und ist sinnvoll ältere Gemeindeglieder zum Geburtstag zu besuchen (zwei oder drei Geburtstagsbesuche pro Monat). Wenn sie Zeit finden und kontaktfreudig sind setzen Sie sich mit Barbara Gramlich (Tel. 2253) in Verbindung oder schauen bei einem Treffen vorbei (jeden letzten Mittwoch im Monat (Termine auch im Gemeindebrief LebensZeichen).