Ausflug des Chores der Schlosskirche

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Warum denn in die Ferne schweifen…

 

Unter diesem Motto machten wir, der Chor der Schloßkirche unter Leitung von Dora Hörner den diesjährigen Ausflug:

 

In der Blaufelder St. Ulrich-Kirche haben wir den Tag begonnen mit Singen im Gottesdienst. Zuvor haben uns die Posaunenbläser der Gemeinde dazu eingestimmt. Sie spielten einen Choral von dem umgehbaren Kirchturmkranz. Das tun sie jeden Sonntag 10 Min. vor Gottesdienstbeginn bei Wind und Wetter, im Sommer und Winter, seit Generationen.Die Kirche wurde als Wehrkirche Anfang des 15. Jh. erbaut mit einem wuchtigen Wehrturm. Die Schießscharten zeugen noch heute von ihrer Funktion.

 

Auf dem Hofgut Ludwigsruhe war inzwischen das Mittagessen zubereitet von der Gutsbesitzerin und ihrer auszubildenden Hauswirtschafterin. Ludwigsruhe wurde 1736 gebaut als Sommerresidenz für Graf Ludwig von Hohenlohe Langenburg und seiner Frau Eleonore. Dort speisten wir fürstlich im kühlen Gewölbe.

 

Heute ist Ludwigsruhe mit seinem schönen Schloss und den 175 ha Ackerland  im Privatbesitz der Familie Schrödel.

 

In Langenburg, 3 km entfernt, wurden wir fröhlich und herzlich empfangen von Frau Ruopp. Sie führte uns unter den Schatten eines großen Nussbaumes. Auf Holzschemeln sitzend und mit Blick ins Jagsttal erzählte sie uns lebendig und spannend vom Leben der Agnes Günther und deren Bestseller „Die Heilige und ihr Narr“. Agnes Günther war 17 Jahre Pfarrfrau in Langenburg. Und welch ein Zufall, sie war geboren am 21. Juli, unserem Ausflugstag, vor genau 150 Jahren. Darüber freute sich ganz besonders Frau Ruopp, die Agnes-Günther-Fachfrau, dass sie mit uns diesen Tag „feiern“ konnte

 

Nach einer Kaffeepause, dort, wo die echten Langenburger Wibele gebacken werden, machten wir einen Spaziergang hinunter ins Tal zur kleinen Bächlinger Taufkirche. Sie ist ein Schmuckstück in einem ummauerten Kirchhof. Ein kundiger und engagierter Bächlinger Bürger zeigte und erklärte die Schätze „seiner Kirche“.  Es sind vor allem die Fresken im Chorraum, die beeindruckten und die in mühevollster Kleinstarbeit erst vor wenigen Jahren restauriert wurden. So verbrachten wir einige Zeit in der Ruhe des Gotteshauses auch in Gedanken an das, was wir an diesem Tag gesehen und erlebt hatten und stimmten an das „Da pacem Domine“.

 

An der Jagst bei der alten Holzbrücke gab es noch vor unserer Rückfahrt nach Bad Mergentheim den Sekt zu probieren aus Holunder-, Rosen- und Akazienblüten des Herrn Bernulf Schlauch aus Bächlingen.

 

Dora Hörner